____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl (meist nur kurz Stalker genannt) ist ein Computerspiel vom ukrainischen Entwickler GSC Game World, das in der Sperrzone um das Kernkraftwerk Tschernobyl spielt. Die Geschichte der Reaktorkatastrophe von 1986 nimmt im Spiel durch ein erdachtes Ereignis seinen Fortgang; einer erneuten Explosion und der Einrichtung einer Sperrzone, in der Anomalien entstehen.
Das Spiel gehört dem Genre der Ego-Shooter an und ist ein Action-Rollenspiel.cite-ref-1[1] Es wurde bereits 2001 angekĂŒndigt, erschien aber erst im MĂ€rz 2007 â als âeiner der meisterwarteten Titel der Spielegeschichteâ.cite-ref-2[2]
Die Story ist inspiriert von dem Roman Picknick am Wegesrand von Arkadi und Boris Strugazki, der 1979 unter dem Titel Stalker von Andrei Tarkowski verfilmt wurde.
Mitte August 2010 hat GSC Game World angekĂŒndigt, 2012 die Fortsetzung S.T.A.L.K.E.R. 2 zu veröffentlichen.cite-ref-3[3] Die Entwicklungen wurden im April 2012 pausiertcite-ref-4[4]cite-ref-5[5] und ab dem Jahr 2018 wieder fortgesetzt.cite-ref-6[6] Das geplante Veröffentlichungsdatum fĂŒr S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chornobyl war der 8. Dezember 2022. Aufgrund der russischen Invasion in die Ukraine im Februar 2022 wurde dieser Termin jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben.cite-ref-7[7] Nachdem S.T.A.L.K.E.R. 2 am 5. September 2024 endgĂŒltig erscheinen sollte, wurde es nach einer weiteren Verzögerungcite-ref-8[8] am 20. November 2024 veröffentlicht.
Contents
âą Spielelemente
âą Entwicklung
âą Technik
âą Rezeption
âą Fortsetzungen
âą Clear Sky
âą Call of Pripyat
âą S.T.A.L.K.E.R. 2
âą Bildergalerie
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Handlung und Spielprinzip
Im Spiel verkörpert der Spieler einen S.T.A.L.K.E.R. eine AbkĂŒrzung fĂŒr Scavenger, Trespasser, Adventurer, Loner, Killer, Explorer and Robber, ĂŒbersetzt PlĂŒnderer, Eindringling, Abenteurer, EinzelgĂ€nger, Mörder, Entdecker und RĂ€uber. Im Spiel durchforsten Stalker die kontaminierte Zone um den Unfall, woraufhin diese vom MilitĂ€r abgeriegelt wird. Der Spieler ist dort, Ă€hnlich wie die frĂŒhen GoldgrĂ€ber, der Buchvorlage folgend, auf der Suche nach legendĂ€ren Artefakten, die fĂŒr die Wissenschaft neu und interessant sind und hoch bezahlt werden. Er wird dabei aber selbst von Strahlung, neuartigen NaturphĂ€nomenen sowie â hier nun in Erweiterung der Vorlage â tierischen und menschlichen Mutanten bedroht.
Zu Beginn des Spiels, es ist das Jahr 2012, hat der Spieler sein GedĂ€chtnis verloren. Von GesprĂ€chspartnern wird er nur Gezeichneter (marked one) genannt und er findet nur den einen Hinweis aus seinem bisherigen Leben, einen gewissen Strelok (russisch fĂŒr âSchĂŒtzeâ) zu töten.
Nun nimmt er Aufgaben an, um Geld fĂŒr bessere AusrĂŒstung und Waffen zu bekommen, aber auch Hinweise auf das Geheimnis der âZoneâ und seine eigene IdentitĂ€t. Neben den Hauptquests, die die Story voranbringen, gibt es auch zahlreiche Nebenaufgaben zu lösen.
In der âZoneâ haben sich verschiedene Fraktionen gebildet, von denen einige dem Spieler feindlich, andere neutral gesinnt sind. Im Laufe der Handlung kann er mit der einen und anderen Fraktion paktieren, oder auch einzelne Freunde gewinnen, was das spĂ€tere Schicksal des Helden beeinflusst. Mit der Zeit rĂŒckt er immer weiter in die âZoneâ vor und nĂ€hert sich dem Reaktor selbst, in dessen Innern â hier wieder dem ursprĂŒnglichen Roman folgend â eine legendĂ€re Macht, der Wunschgönner, jeden Wunsch erfĂŒllen soll.
AuffĂ€llig ist die Zweisprachigkeit der Geschichte: GesprĂ€che oder Lieder am Lagerfeuer erklingen auf russisch â deutsch oder englisch dagegen sind nur die Konversationen, jedoch mit russischem Akzent â als ob der Spieler wie ein Tourist nach Tschernobyl gereist wĂ€re.
Je nach dem Verhalten des Spielers ist eines von fĂŒnf verschiedenen Enden möglich. Zwei weitere können eintreffen â wenn der Spieler die anderen fĂŒnf umgeht â in denen sich der Spieler fĂŒr eins entscheiden muss. In der Selbstbestimmung des Schicksals findet sich wieder ein philosophischer Bezug zu Buch und Film, denen alternative AusgĂ€nge aufgrund des linearen Mediums nicht möglich waren. Die AbschlĂŒsse sind ebenso wie wesentliche Schritte im Handlungsverlauf durch Videoclip-artig geschnittene Filmsequenzen visualisiert.
Spielelemente
Im Spiel finden sich:
⹠Sieben verschiedene AusgÀnge der Geschichte, die sich davon ableiten, wie sich der Spieler verhÀlt und welche RÀtsel er gelöst hat.
âą Detailgetreuer Nachbau des AKW Tschernobyl, basierend auf Luftbildern und eigenen Fotos der Entwickler.
âą Detaillierte Industrieruinen, die eine postapokalyptische Stimmung vermitteln. Die Niederlage des Menschen gegenĂŒber der Zone und der aus den Fugen geratenen Natur ist unĂŒbersehbar.
⹠Sammeln und Verkaufen von Artefakten. Diese bieten Vorteile oder auch Nachteile, wenn man sie am Körper trÀgt.
âą Ăberall anzutreffende, meist tödliche radioaktive Anomalien.
âą Permanentes GefĂŒhl der Bedrohung, Horrorelemente durch die Mutanten, visuelle Halluzinationen und Traumsequenzen.
⹠Feuergefechte gegen Banditen, andere Stalker, Fanatiker und MilitÀr, aber auch Auseinandersetzungen zwischen diesen ohne Beteiligung des Spielers. Wettlauf zum Reaktor und dessen Geheimnis mit diesen Fraktionen.
Die Gewaltdarstellungen des Spiels illustrieren KĂ€mpfe, Gruseleffekte wie Angriffe von Mutanten oder entstellte herumliegende Leichen gescheiterter Stalker. Wegen dieser Gewaltszenen hat das Spiel die USK-Einstufung âKeine Jugendfreigabeâ (âab 18â) erhalten.
Im Spiel finden sich eine Vielzahl an Waffen unterteilt in Pistolen, Maschinenpistolen, Sturmgewehre, Schrotflinten und ScharfschĂŒtzengewehre. Hinzu kommen noch ein Messer, ein Granat- und ein Raketenwerfer. Viele Modelle sind sowjetischer Bauart und echten Waffen nachgebildet. ZusĂ€tzlich gibt es noch Granaten und fĂŒr viele Waffen stehen mehrere Munitionstypen zur VerfĂŒgung (normale und spezialisierte).
Entwicklung
S.T.A.L.K.E.R. wurde im November 2001 angekĂŒndigt und sollte demnach 2003 erscheinen, anfĂ€nglich mit dem Titel S.T.A.L.K.E.R.: Oblivion Lost. Dieser Termin und einige weitere wurden jedoch nicht eingehalten, wonach das Spiel teils als Vaporware bezeichnet wurde, Ă€hnlich etwa Duke Nukem Forever. Im Gegensatz zu diesem gab es allerdings immer wieder Screenshots und Videos sowie Previews der Software. Ende 2005 machte das Spiel erneut von sich reden, als eine illegale Beta-Version im Internet erschien (âLeakâ). Zu diesem Zeitpunkt war als Releasetermin Ende 2006 anvisiert.cite-ref-9[9] Bereits in den zwei Jahren zuvor fanden drei weitere Alpha-Versionen ihren Weg ins Internet.
Anfang 2007 verdichteten sich die Anzeichen auf ein baldiges Erscheinen von S.T.A.L.K.E.R. TatsĂ€chlich erschien der nach eigener Aussage weltweit erste Test des Spiels in der Ausgabe von Anfang MĂ€rz der deutschen Zeitschrift GameStar. Als Releasetermin wurde der 23. MĂ€rz 2007 genannt. Dieser Termin wurde von Publisher THQ bestĂ€tigt und schlieĂlich auch eingehalten. Am 17. MĂ€rz erschien die erste Demo in russischer Sprache.
Realer Hintergrund
Neben der Geschichte der Reaktorkatastrophe sind nicht nur die visuelle Umgebung des Kraftwerks, sondern auch das Stalker-Motiv des ziellos suchenden Besuchers authentisch in das Spiel ĂŒbernommen worden. So erschien in den letzten Jahren eine Reihe von Reiseberichten aus der Gegend um das Kernkraftwerk. Wegen der Strahlenbelastung und der PlĂŒnderungen kann man diese nur nach Anmeldung in Kiew besuchen in Form einer ĂŒberwachten ReisefĂŒhrung. Die Zone selbst wird nicht vollstĂ€ndig ĂŒberwacht, sodass immer wieder Gruppen illegal durch die Region streifen, teils als Versteckspiel mit den SicherheitskrĂ€ften, teils als fundierte wissenschaftliche Exkursion.cite-ref-12[12] Dazu gehört auch die Erforschung der Tier- und Pflanzenwelt, die teilweise erhöhte Mutationsraten aufweisen.
Technik
S.T.A.L.K.E.R. verwendet die von GSC entwickelte Grafikengine X-Ray, die DX-9-Grafikkarten unterstĂŒtzt. Die Engine unterstĂŒtzt, obwohl sie schon vor ĂŒber 6 Jahren entwickelt wurde, dank immer wieder nachtrĂ€glich hinzugefĂŒgter Verbesserungen bereits standardmĂ€Ăig das Shader Model 3.0, Merkmale wie FP16-High Dynamic Range Rendering und ein dynamisches Tag-Nacht- und Wettersystem. Eine Besonderheit ist das in diesem Genre vorher noch nicht eingesetzte Deferred Shading, welches u. a. auch in Epics Unreal Engine 3 zum Einsatz kommt. Bei dieser Technologie wird die Beleuchtungsberechnung in einem eigenen Arbeitsgang durchgefĂŒhrt, wodurch jede OberflĂ€che von einer theoretisch unbegrenzten Anzahl an Lichtquellen beleuchtet werden kann. Das Spiel besitzt eine ALife genannte Engine fĂŒr KĂŒnstliche Intelligenz. Als Skriptsprache fĂŒr die Programmierung wird Lua eingesetzt. FĂŒr Physikeffekte wird eine modifizierte Open Dynamics Engine eingesetzt.
Kritisiert wurde an der Grafikengine einerseits der hohe Speicherbedarf, sodass erst ab 1,5 GB RAM hĂ€ufiges Swapping in eine Auslagerungsdatei auf der Festplatte und damit ruckelnde Bewegung ausbleiben. Weiterhin zeigte es sich, dass Antialiasing-Einstellungen der Grafikkarte kaum wirksam werden, sodass die hohe Rechenleistung neuester Hardware nicht in vollem MaĂe zum Tragen kommt. Durch bisher sechs Updates hat der Hersteller die ZuverlĂ€ssigkeit und (mit Version 1.0005) auch die Performance optimiert.
Rezeption
Mit einigen sarkastischen und zynischen, aber auch nachdenklichen und spirituellen Elementen, mit seiner subtilen Zivilisationskritik, einer ausgefeilten ErzĂ€hlkonstruktion sowie seiner ungewöhnlich dichten, realistischen Bild- und Ton-AtmosphĂ€re definiert S.T.A.L.K.E.R. nach Meinung vieler Kritiker eine neue QualitĂ€t bei Computerspielen, vornehmlich fĂŒr Erwachsene.
âDie Entwickler [âŠ] schufen ein beklemmendes, spielbares Mahnmal menschlicher Hybris. [âŠ] Wer sich Bastelei und Treiber-Experimente .. ersparen will, sollte noch ein paar Spiel-Upgrades abwarten [âŠ]. Dann aber gilt fĂŒr âS.T.A.L.K.E.R.â eine unbedingte Spielempfehlung. Mit seiner dichten AtmosphĂ€re verdĂŒstert dieses rohe Meisterwerk noch jeden Sonnentag zu einem eiskalten Trip in die kontaminierte Zone.â
â
Felix Knoke
:
âTschernobyl als Computerspiel â Hybris in der Todeszoneâ in
Spiegel
Online
vom 5. April 2007
Fortsetzungen
Clear Sky
â
Hauptartikel
:
S.T.A.L.K.E.R.: Clear Sky
Mit S.T.A.L.K.E.R.: Clear Sky erschien am 5. September 2008 ein Folgeprodukt, das als Prequel die Entwicklung vor der hier erzĂ€hlten Geschichte behandelt und ein Jahr vor Shadow of Chernobyl spielt.cite-ref-17[17] Die Zone ist genauso groĂ wie in S.T.A.L.K.E.R., jedoch sind viele neue Orte hinzugekommen und die bereits bekannten befinden sich noch in einem anderen Zustand. Die im VorgĂ€nger teils kritisierten langen Laufwege wurden durch ein Schnellreisesystem gekĂŒrzt. SchlieĂlich wurden die KI der Fraktionen und die Varianten des Ablaufs erweitert, darunter die Möglichkeit, dass der Spieler einer Fraktion beitritt und sich am Schicksal selbiger beteiligt. Neu hinzugekommen zu den alten Fraktionen ist die namensgebende Fraktion âClear Skyâ, ein im Hintergrund agierender Stalker-Zusammenschluss, der sich vor allem die wissenschaftliche Erforschung der Zone zum Ziel gemacht hat. Technisch wird nun auch DirectX 10.1 mit kleinen Grafik-Erweiterungen genutzt, es ist jedoch auch unter Windows XP lauffĂ€hig, agiert dann aber im DirectX-9-Modus.
Call of Pripyat
â
Hauptartikel
:
S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat
Call of Pripyat ist der dritte S.T.A.L.K.E.R.-Titel, der von GSC Game World erstmals im April 2009 angekĂŒndigt wurde.cite-ref-18[18] Dieser erschien in der russischen Fassung Ende Oktober 2009 und in der deutschen am 9. November. Die Handlung verlĂ€uft nun wieder in die Zukunft, setzt also nach dem ersten Teil an. Der Spieler durchstreift die Zone in der Rolle eines Spezialagenten des ukrainischen MilitĂ€rs, der den Absturz von Hubschraubern in verschiedenen Teilen der Zone untersuchen soll, nachdem die RĂŒckeroberung des Gebietes durch das MilitĂ€r scheiterte. WĂ€hrend die Spielewelt wiederum mit einer Vielzahl neuer, authentischer Orte erweitert wurde, bleiben die Protagonisten â die Fraktionen der Stalker und auch die Mutanten â weitgehend erhalten, wurden aber im Detail verfeinert. Die Grafikengine wurde optimiert, ohne visuell deutliche VerĂ€nderungen zu bieten, und soll nun auch DirectX 11 nutzen.
S.T.A.L.K.E.R. 2
UrsprĂŒngliche Entwicklung
Am 13. August 2011 kĂŒndigte GSC Game World mit S.T.A.L.K.E.R. 2 den offiziellen Nachfolger des ersten Teils an. Am 11. November wurde verkĂŒndet, dass die Entwicklung von S.T.A.L.K.E.R. 2 begonnen habe. Erscheinen sollte es 2012 fĂŒr verschiedene Plattformen auf Basis einer neuen eigenen Engine.cite-ref-19[19] AuĂerdem sollte es nun auch weibliche Stalker geben.cite-ref-20[20] GSC Gameworld beantwortete auf seiner offiziellen Facebook-Fansite einige Userfragen.cite-ref-21[21] So sollte es neben einer neuen Hauptgeschichte auch neue Monster und Charaktere geben. FraktionskĂ€mpfe, wie in Clear Sky, wĂŒrde es nicht geben. Die Auswirkungen von Artefakten auf den menschlichen Organismus wĂŒrden um zusĂ€tzliche Eigenschaften erweitert werden. Die Handlung wĂŒrde u. a. in neuen StĂ€dten um Tschernobyl stattfinden. Darunter ist auch die riesige Antennenanlage Tschernobyl 2 mit dabei. Auch neue unterirdische Anlagen waren eingeplant. Welche dies sind, war noch offen. Laut GSC sollte die PC-Version von S.T.A.L.K.E.R. 2 grafisch ohne Kompromisse umgesetzt werden und auĂerdem sollte die Engine DirectX-11-tauglich sein. Die Konsolenversionen sollten im Anschluss umgesetzt werden.
Am 9. Dezember 2011 wurde jedoch berichtet, dass die Entwicklung von S.T.A.L.K.E.R. 2 eingestellt und das Entwicklerstudio GSC Gameworld geschlossen wurde.cite-ref-22[22] Zu den GrĂŒnden hieĂ es, dass vor allem fĂŒr die geplante Konsolenversion von S.T.A.L.K.E.R. 2 kein westlicher Publisher gefunden werden konnte und GSC fĂŒr eine eigene Publikation nicht die nötigen Mittel besaĂ.cite-ref-23[23]
Entwickler GSC bestĂ€tigte im April 2012, dass S.T.A.L.K.E.R. 2 eingestellt wurde, stattdessen sollen die bisherigen Entwickler an dem neuen Free2Play-Rollenspiel Survarium arbeiten, welches zu groĂen Teilen auf S.T.A.L.K.E.R. basiert.
Heart of Chernobyl
â
Hauptartikel
:
S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chornobyl
Am 16. Mai 2012 berichteten unter anderem gamestar.de und pcgames.de, dass die Entwicklung von S.T.A.L.K.E.R. 2 wieder aufgenommen werden soll, allerdings mit einem neubesetzten Entwicklerteam rund um Sergei Grigorovich.cite-ref-24[24]
Nachdem es sehr lange relativ ruhig um die geplante Fortsetzung blieb und erst 2018 die Entwicklung des Nachfolgetitels erneut bestĂ€tigt wurde, wurde am 23. Juli 2020 auf dem YouTube-Kanal von GSC Game World der erste offizielle Trailer zu S.T.A.L.K.E.R. 2 veröffentlicht, welcher damals noch fĂŒr das Jahr 2021 angekĂŒndigt worden war.cite-ref-25[25] Am 13. Juni 2021 wurde im Rahmen der auf Grund der COVID-19-Pandemie nur online ausgetragenen E3 2021 ein weiterer Trailer mit ersten Spielszenen gezeigt und das Veröffentlichungsdatum auf den 28. April 2022 festgelegt, jedoch im Januar 2022 auf den 8. Dezember 2022 verschoben.cite-ref-26[26] S.T.A.L.K.E.R. 2 bekam zusĂ€tzlich den Untertitel Heart of Chernobyl (zu Deutsch: Herz Tschernobyls)cite-ref-27[27] und es wurde angekĂŒndigt, dass es im Gegensatz zur ursprĂŒnglichen Spielereihe, die PC-exklusiv war und von der eigens entwickelten X-Ray-Engine angetrieben wurde, sowohl auf dem PC als auch auf der Xbox Series XS erscheinen und die Unreal Engine 5 nutzen wird.cite-ref-28[28] Laut Informationen der offiziellen Webseite gibt es eine englische, russische und ukrainische Synchronfassung; fĂŒr diverse weitere Sprachen werden nur noch Untertitel angeboten. Das Spiel erschien am 20. November 2024.
Modifikationen und Korrekturen
Die modulare Struktur der Software ermöglicht es, Modifikationen Dritter ohne Rekompilierung einzubinden. Im Wesentlichen versuchen jedoch Mods die nicht eingehaltenen Versprechen der Entwickler umzusetzen oder bereits verwirklichte aber trotzdem deaktivierte Inhalte zu reaktivieren, können teilweise also als Fan-Patches gelten. Einige Fan-Patches wurden dann spĂ€ter sogar in offizielle Patches ĂŒbernommen.cite-ref-officialunofficial-29-0[29] Und auch nach dem letzten offiziellen Patch wurde weiter an Fan-Patches gearbeitet.cite-ref-30[30]
Als Beispiel fĂŒr sehr umfangreiche Modifikationsprojekte fĂŒr S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl können die âComplete Modsâ des in Toronto ansĂ€ssigen Modders Pavel Dolgov gelten. Diese sind fĂŒr alle drei Teile der S.T.A.L.K.E.R.-Reihe erhĂ€ltlich und wurden teilweise in mehrfach ĂŒberarbeiteter Auflage veröffentlicht. Neben sehr aufwendigen Ăberarbeitungen der verwendeten Bilddateien, die die Spielgrafik erheblich aufwerten, beinhalten die Modifikationen auch Verbesserungen in Bezug auf KI, Sound, Benutzerinterface und viele weitere Aspekte. Auch wurden zahlreiche neue Features hinzugefĂŒgt, etwa eine Nachtsichtoption und die Möglichkeit, GlĂŒhbirnen zu zerschieĂen.cite-ref-31[31]cite-ref-32[32] Andere Modifikationen erweitern die Auswahl der verwendbaren GegenstĂ€nde und Waffen oder fĂŒgen neue Gebiete, neue Charaktere und neue AuftrĂ€ge fĂŒr den Protagonisten hinzu.
S.T.A.L.K.E.R.: Lost Alpha
Seit April 2014 kann eine wiederhergestellte, um geschnittene Szenen erweiterte, graphisch verbesserte und modernisierte Alpha-Version kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden. Diese soll sich an dem frĂŒhen Look des Spiels orientieren, der bei ersten ReprĂ€sentationen zu sehen war, aber bis zur fertigen Version 2007 verĂ€ndert wurde. Es gibt verschiedene Ănderungen zum bekannten Spiel, zum Beispiel kann mit Fahrzeugen gefahren werden und man findet bei den Toten auch Geld. Das Spiel kann ohne die VorgĂ€nger-Spiele alleine gespielt werden, soll aber â Stand 2014 â mit StabilitĂ€ts-Problemen behaftet sein.cite-ref-33[33]
Bildergalerie
Literatur
âą Robert Baumgartner: Retro Review: S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl. In: Paidia â Zeitschrift fĂŒr Computerspielforschung. Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen, Institut fĂŒr Deutsche Philologie, 26. MĂ€rz 2012, ISSN 2363-5630 (paidia.de [abgerufen am 1. Oktober 2021]).
Weblinks
Commons
: S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Offizielle Website (englisch/russisch)
âą Deutschsprachiges Wiki zum Spiel (Memento vom 8. September 2012 im Internet Archive)
âą Kurze Zusammenfassung der Handlung von Shadow of Tschernobyl und Clear Sky
Einzelnachweise
cite-note-11. â GSC Game World. Abgerufen am 22. Juli 2025 (englisch).
cite-note-22. â GameStar, Ausgabe 04/2007, S. 26.
cite-note-33. â Tino Hahn: S.T.A.L.K.E.R. 2 angekĂŒndigt. Ein Grund zum Strahlen fĂŒr Tschernobyl-Fans. In: IGN. 14. August 2010, archiviert vom Original am 17. August 2010; abgerufen am 16. September 2025.
cite-note-44. â Michael Obermeier: Stalker 2 - EndgĂŒltig eingestellt - lebt in »Survarium« weiter. In: GameStar. 26. April 2012 (gamestar.de [abgerufen am 16. September 2025]).
cite-note-55. â Andre Linken: Stalker 2 - Ego-Shooter soll doch erscheinen, Entwicklerstudio angeblich nicht geschlossen. In: GameStar. 16. Mai 2012 (gamestar.de [abgerufen am 16. September 2025]).
cite-note-66. â Charlie Hall: STALKER 2 announced, scheduled for 2021 release. 15. Mai 2018, abgerufen am 1. August 2018 (englisch).
cite-note-99. â S.T.A.L.K.E.R.: Multiplayer-Leak im Internet? In: Gamezone.de. 19. November 2005, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 30. August 2009; abgerufen am 11. Oktober 2025.
cite-note-1010. â IGN:PC Best of E3 2005 Awards
cite-note-1111. â Wired News: Vaporware '06: Return of the King
cite-note-1212. â englishrussia.com Reiseberichte aus Tschernobyl
cite-note-131. Spiegel Online, abgerufen am 11. Mai 2007.
cite-note-1616. â S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl. In: Metacritic. Abgerufen am 11. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-1919. â Meldung auf der offiziellen Webseite von GSC (Memento vom 11. MĂ€rz 2012 im Internet Archive)
cite-note-2121. â @1@2Vorlage:Toter Link/www.facebook.comGSC Gameworld beantwortete auf seiner offiziellen Facebook-Fansite einige Userfragen (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Oktober 2025. Suche in Webarchiven)
cite-note-2626. â Verschiebemeldung auf Twitter
cite-note-2727. â S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chernobyl â Gameplay Trailer
cite-note-2828. â twitter.com
cite-note-officialunofficial-2929. â Kieron Gillen: Officially Unofficial Patch. rock, paper, shotgun, 14. August 2007, abgerufen am 22. Dezember 2012 (englisch): âSee also the guy who made the improved Shaders for STALKER which just made the game much better⊠which was then worked into the next patch.â
cite-note-3030. â STALKER Multiplayer Unofficial Patch (7.02) (17. Mai 2009)
cite-note-3131. â artistpavel.blogspot.com
cite-note-3232. â Marc Sauter: Stalker: Grandiose Optik dank Complete Mod - Update: Brandneue Grusel-Screenshots. In: PC Games Hardware. 20. September 2009, abgerufen am 11. Oktober 2025.
cite-note-3333. â STALKER: SHADOW OF CHERNOBYL â Lost Alpha-Mod â Ein Erfahrungsbericht aus der Zone